Unser Wahlvorschlag für die Bezirksvertretung Münster-Südost

Am 30. August 2009 werden gleichzeitig mit den Rat und dem Oberbürgermeister der Stadt Münster auch die sechs Bezirksvertretungen neu gewählt. Die Bezirksvertretung (BV) Münster-Südost ist (natürlich) für die Stadteile des Bezirks Südost zuständig, also für Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck.

Die Mitglieder der bisherigen BV-Fraktion der GAL aus Reiner Borchert, Christine Schulz und Lambert Wessels treten auch bei dieser Wahl wieder an, so dass (sofern das Wahlergebnis ähnlich wie bei der letzten Wahl ausfällt) die neue Fraktion wahrscheinlich die gleiche Zusammensetzung haben wird wie die alte. Die drei sind auch gleichzeitig Kandidaten für die Wahlkreise dieses Bezirks.

ReinerBorchert_klein
Reiner Borchert
christine.schulz_klein
Christine Schulz
lambert.wessels
Lambert Wessels
  1. Reiner Borchert, Biologe, Jahrgang 1958, Gremmendorf
  2. Christine Schulz, Fraktionsgeschäftsführerin, Jahrgang 1964, Gremmendorf
  3. Lambert Wessels, Geologe, Jahrgang 1956, Wolbeck
  4. Ralph Buzug, Biologe/Administrator, Jahrgang 1968, Gremmendorf
  5. Werner Dzudzek, Geograf, Jahrgang 1958, Gremmendorf
  6. Jochen Knöchel-Binz,  Kaufm. Angestellter, Jahrgang 1960, Wolbeck
  7. Eduard Traxmandl-Runge, Programmierer, Jahrgang 1955, Gremmendorf
  8. Andreas Gottschalk-Lutter, IT-Ausbilder, Jahrgang 1957, Gremmendorf

VCD: Klimaschutz im Verkehr? Fehlanzeige in Münster!

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat eine informative Kampagne gestartet zum Thema Verkehrspolitik und Klimaschutz in der einstigen „Klimahauptstadt“ Münster:

Mehr als 20 Prozent trägt der Bereich Verkehr zu den CO2-Emissionen bei. Allein das ist schon ein Grund, entschieden den Klima schonenden „Umweltverbund“ Zu-Fuß-Gehen, Fahrrad, Bus und Bahn zu fördern.

Darüber hinaus beeinträchtigt der PKW-Verkehr besonders in den Städten die Lebensqualität durch Lärm, Abgase und Feinstaub-Emissionen. Wäre es sichtbarer Müll, würden viele Münsteraner an den verkehrsreichen Straßen bis zur Taille oder sogar bis zum Hals darin stecken.

Hinzu kommen die hohe Unfallträchtigkeit des motorisierten Individualverkehrs (MIV), sein Verbrauch an Flächen und Ressourcen, schließlich die Kosten, die von der Allgemeinheit getragen werden (müssen?), um das System am Laufen zu halten.

All das macht eine Wende in der Verkehrspolitik notwendig. Doch in Münster, das sich „Klimahauptstadt“ nennt, geschieht seit zehn Jahren nichts. Stattdessen fördert die aktuelle CDU/FDP-Ratsmehrheit die Auto-orientierten Verkehrskonzepte der 70er Jahre – zu Lasten des Klimas und der Bürger.

Was hier in Stichworten genannt ist, erfahren Sie im Detail (…)

…auf der Seite www.klimaschutz-fehlanzeige.de.

Zum Beispiel auch zu diesen Themen:

Überschrift Auch Ampelanlagen kommen in die Jahre und müssen erneuert werden. In Münster hat man „Nägel mit Köpfen“ machen wollen und eine „Grüne Welle“ auf den Hauptachsen angepeilt. Das Mittel dazu ist die „adaptive Netzsteuerung“ zuerst realisiert auf dem Albersloher Weg.

Nach den Messungen der Fachleute (Lehrstuhl für Verkehrswesen der Ruhr Universität Bochum) führte diese Modernisierung dazu, dass sich der „Performance Index“ um 29 Prozent * verbesserte.

Wäre damit das Ende der Geschichte erreicht, könnten auch Klimaschützer zufrieden sein. Doch leider wächst das Verkehrsaufkommen weiter – vor allem dann, wenn nicht entgegengesteuert wird. Was den Bürgern dann bevorsteht, zeigen zum Beispiel die Prognosen für die Autobahn 1 (+ 60 Prozent) und die Bundesstraße 51 zwischen Telgte und Münster (+ 100 Prozent). Dann sind die Fortschritte bald aufgezehrt, viele Steuermillionen ausgegeben und die Situation auf den Hauptverkehrstraßen noch belastender als heute.

Dass es nicht zwingend dazu kommen muss, beweist das Beispiel Radverkehr in Münster. Ein Radverkehrsanteil von gut einem Drittel an allen Wegen in der Stadt würde in anderen Städten für unmöglich gehalten. Eine „Verkehrswende“ – weniger Auto und mehr Umweltverbund – ist auch in Münster, der Stadt mit der höchsten Kfz-Dichte in NRW (siehe 683 auf 1.000) möglich.

Frage: Wie viele Psychologen braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln? Einen. Aber die Glühbirne muss den Wechsel wirklich wollen….

Inzwischen wurde zumindest auf dem Albersloher Weg eine Geschwindkeitsreduzierung auf Tempo 50 durchgesetzt – was im ungünstigsten Fall die Fahrzeit um 29 Sekunden verlängert. Die nachträglichen Kosten für die lange blockierte Maßnahme: 160.000 Euro.


* Im Detail betrachtet, ergibt sich allerdings ein deutlich anderes Bild (Quelle: Evaluierung der Grünen Wellen im Zuge der Modellachse Albersloher Weg in Münster mittels Reisezeitenmessung, Schlussbericht Januar 2009, Lehrstuhl für Verkehrswesen, Prof. Dr.-Ing. W. Brilon, Seiten 35 /36):
Berechnet man die „Reisezeit“ und die „Anzahl der Halte“ auf der Gesamtstrecke zwischen Hansaring und Osttor in Gremmendorf (Route 1), ergibt sich im Vergleich mit dem Ursprungszustand nur eine Verbesserung von 19,25 Prozent. In diesem Wert ist bereits der Effekt des vierspurigen Ausbaus des Albersloher Wegs enthalten.
Richtig fragwürdig wird das „Grüne Welle-Versprechen“ auf der sogenannten Route 2a (Hansaring bis zur Umgehungsstraße). Im Vergleich mit dem Ursprungszustand ergibt sich sogar eine Zunahme von „Reisezeit“ und „Zahl der Halte“ von 15,9 Prozent.

Überschrift Münster bleibt in NRW das Schlusslicht bei der Verkehrssicherheit. Hier ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet zu werden. Das liegt auch daran, dass in unserer Stadt viele „ungeschützte“ Verkehrsteilnehmer – zu Fuß und per Rad – unterwegs sind. Obwohl Fußgänger und Radfahrer nur an zehn Prozent aller Unfälle beteiligt sind, machen sie 60 Prozent der Verletzten und Getöteten aus (Quelle: WN vom 5.9.2008).

Eine Haftpflichtversicherung gibt es nicht für Fußgänger, Radfahrer oder Busfahrgäste, sondern für Kraftfahrzeuge – ein Beleg dafür, welches Verkehrsmittel die höchste Unfallhäufigkeit aufweist und bei Unfällen die größten Schäden verursacht.

Zur Kommunalwahl 1999 ging die CDU mit der Forderung nach Tempo 70 auf Wählerfang und sieht es – trotz dringender Appelle der Polizei wie auch des Sicherheitsgutachtens der Versicherungswirtschaft – bis heute nicht als erwiesen an, dass sie bei Tempo 70 in der Stadt auf Geisterfahrt ist.

Ein bisschen Physik für alle, die an Fakten interessiert sind: Bremst ein Auto aus Tempo 50, kommt es nach 28 Metern zum Stehen. Bei Tempo 70 ist es nach dieser Strecke noch 57 km/h schnell. Wer an den Ringen und den Einfallstraßen wohnt, kann es bestätigen: Höheres Tempo geht mit mehr Lärm einher. Und beim Beschleunigen auf ein höheres Tempo werden mehr Abgase erzeugt und mehr CO2 freigesetzt.

Entschärfung des Albersloher Weges – geht das?

Der Albersloher Weg ist, wie in einem vorhergehenden Artikel beschrieben, Fluch und (zweifelhafter) Segen zugleich. Er ermöglicht eine schnelle Verbindung in die Innenstadt (zugegeben, auch für den ÖPNV), verhindert aber zugleich die Entstehung eines angemessenen Stadtteilzentrums in Gremmendorf. Und er wirkt wie eine trennende Asphaltschneise.

Diese Situation wird uns erhalten bleiben, solange sich das allgemeine Mobilitätsverhalten oder die räumlichen Gegebenheiten nicht ändern. Ersteres würde einen massenhafter Verzicht auf motorisierten Individualverkehr erfordern (bisher leider nicht in Sichtweite). Die zweite Möglichkeit könnte allerdings schon in einigen Jahren real werden: wenn die britischen Streitkräfte den Standort Gremmendorf aufgeben, kann das riesige Kasernengelände (mehr als 30 Hektar) für andere Zwecke genutzt werden.

Dadurch eröffnen sich bisher ungeahnte Entwicklungschancen für Gremmendorf:

  • Der Albersloher Weg könnte im Zentrum Gremmendorfs über das Kasernengelände verschwenkt werden. Über zwei Kreisverkehre kann er an den bestehenden Verlauf angebunden werden, einer an der Einmündung Gremmendorfer Weg, einer etwa zwischen Pauf-Engelhard-Weg und der Heidestraße. Das neue Stück dazwischen führt im Bogen über das jetzige Kasernengelände.
  • Dadurch wird die sog. Ortsfahrbahn an der Geschäftszeile zur Fußgängerzone werden. Auch das dann verkehrsberuhigte Stück vom Albersloher Weg (eine eigentlich sehr schöne Eichenallee!) kann zu einem echten „Dorfplatz“ werden.
  • Die vorhandenen Gebäude auf dem Kasernengelände können für viele nützliche Zwecke verwendet werden, wie z.B. bezahlbaren Wohnraum, Jugend- und Kulturzentrum, Senioren-WGs etc.
  • Raum für Autos (also Parkplätze) kann dort ebenfalls geschaffen werden, so dass die Besucher/innen des neuen Zentrums nicht alle zu Fuß kommen müssen…
entwurf-gremmendorf
Skizze für ein neues Stadtteilzentrum Gremmendorf

Wir stehen erst am Anfang der Überlegungen, wie wir uns die Zukunft Gremmendorfs, sagen wir im Jahr 2025, vorstellen und wünschen. Wir haben noch Zeit, aber gute Ideen müssen reifen!

Text + Skizze:    Reiner Borchert;  Stadtplan:  Stadt Münster

Der Albersloher Weg – Fluch oder Segen?

Eine breite Asphalt-Schneise zieht sich durch Gremmendorf und Angelmodde-West. Der Albersloher Weg ist ein Segen für alle, die möglichst schnell diese Stadtteile verlassen oder sie durchqueren wollen, motorisiert versteht sich.

Albersloher Weg Höhe Gremmendorfer Weg
Albersloher Weg - Einmündung des Gremmendorfer Wegs

Für die Anwohner/innen wie auch für Menschen, die sich aus eigener Kraft fortbewegen möchten, ist er dagegen ein Verkehrshindernis ersten Ranges. Der angeblich „intelligente“ neue Verkehrsrechner optimiert die Ampelphasen so, dass der Autoverkehr möglichst optimal (d.h. schnell und unterbrechungsarm) funktioniert. Das Nachsehen haben Fußgänger/innen und Radfahrer/innen, die doch ab und an die Schneisenseite wechseln wollen oder müssen.

Der Albersloher Weg hat also etwas sehr Trennendes an sich. Viele Bewohner/innen von Gremmendorf-Ost, wissen gar nicht, dass auch auf der anderen Seite Leute wohnen. (Kölner würden von der „schäl Sick“ sprechen…)

Das Zentrum Gremmendorfs (wenn man davon überhaupt sprechen kann) quetscht sich an der Ostseite entlang einer sog. „Ortsfahrbahn“ in Form einer Geschäftszeile. Diese schmale Seitenfahrbahn teilen sich parkende und fahrende Autos  sowie ein paar mutige Radfahrer/innen (Parksuchverkehr – ein Horror für nachfolgende Radler/innen!).

Albersloherweg - Gremmendorfer Ortsfahrbahn
Auf der Ortsfahrbahn herrscht ein reges Kommen und Gehen...

Dass dieses Ortszentrum ziemlich unattraktiv ist, spüren die Geschäftsleute seit langem. Viele haben ihr Geschäft inzwischen aufgegeben; es gibt oft und lange Leerstand.

Die miserable Lage für den Einzelhandel hat natürlich viele Ursachen; eine davon ist sicher aber auch die räumliche Lage dieses Zentrums direkt an einer vielbefahrenen, vierspurigen „Stadtautobahn“. Man ist halt schnell „in der Stadt“ zum Einkaufen. An dieser Situation ändert auch der von der CDU in der Bezirksvertretung durchgeboxte und von ihr so genannte Dorfplatz nichts – er wirkt gleichzeitig rührend hilf- und nutzlos. Das Geld hätte man sich sparen können…

Der von der CDU entworfene Gremmendorfer Dorfplatz lädt immer zum Verweilen ein! Jedenfalls findet man hier immer ein Plätzchen zum Ausruhen...
Der von der CDU entworfene Gremmendorfer Dorfplatz lädt zum Verweilen ein! Jedenfalls findet man hier immer ein Plätzchen zum Ausruhen...

Aber wie kann die Situation nachhaltig verbessert werden? Wie kann man den Albersloher Weg entschärfen? Ein erster und sicher notwendiger Schnitt war die Reduzierung des Tempos von 70 auf 50 km/h. Diese Maßnahme hat die Grüne Fraktion in der Bezirksvertretung bereits im Frühjahr 2008 gefordert. Die einhellige Ablehnung zog sich durch die Mehrheitsfraktionen (CDU/FDP) und die Verwaltung. Erst nachdem ein Verkehrsgutachten eine vernichtende Bilanz für die Verkehrsverhältnisse in Münster zog, begann zumindest bei der Verwaltung ein Umdenkungsprozess. Bei der CDU ist das Umdenken noch nicht so richtig angekommen, sie beugte sich nur mit „Bauchschmerzen“ den Fakten. Nach über einem Jahr wurden schließlich im Juli 2009 die Schilder ausgewechselt.

Aber diese Maßnahme kann nur der Anfang sein. Der Abzug der britschen Streitkäfte eröffnet uns große Chancen, den Knoten für Gremmendorf endlich zu durchschlagen. Dazu demnächst mehr in diesem Blog…

Text + Fotos:    Reiner Borchert

Gremmendorf bald entmilitarisiert – was dann?

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Einfahrt zur York-Kaserne am Albersloher Weg

Inzwischen hat es sich wohl rumgesprochen: die britischen Streitkräfte wollen mittelfristig den Standort Münster (d.h. die Kasernen Gremmendorf und Gievenbeck) aufgeben. Der Termin steht noch nicht fest, derzeit geistert aber die Jahreszahl 2017 herum. Egal, ob das Jahr letztendlich stimmt – die Auswirkungen auf Gremmendorf und Angelmodde-West werden beträchtlich sein:

  • In mehreren Wohnbezirken werden viele von den Briten genutzte Häuser (zumeist einfache Reihenhäuser) frei werden.
    (Es handelt sich um die Straßen Lilienthalweg, Zum Erlenbusch, Angelsachsenweg, Wiegandweg sowie Torminweg, Köhlweg und Fitzmauriceweg in Lütkenbeck.)
  • Das frei werdende Kasernengelände selbst umfasst eine Fläche von mehr als 30 Hektar. Im vorderen Bereich zum Albersloher Weg hin befinden sich viele alte und neue Gebäude, der hintere Bereich wird als Sportplatz genutzt.
  • Die Angehörigen der britischen Streitkräfte werden dem Gremmendorfer Einzelhandel als Kundinnen und Kunden fehlen. Die ohnehin nicht gerade rosige Situation wird für die Geschäfte noch schwieriger als sie heute schon ist.

Aber:

Die Veränderungen bieten auch eine große Chance, endlich ein angemessenes Stadtteilzentrum für Gremmendorf zu entwickeln. Darüber hinaus ist die Kasernenfläche so riesig, dass es auch für umliegende Stadtteile relevant ist, was dort passieren wird. Es ist sicher nicht übertrieben, ihr eine gesamtstädtische Bedeutung beizumessen.

Deshalb wollen wir in den nächsten Monaten und Jahren Ideen und Ziele entwickeln, wie wir uns die Zukunft von Gremmendorf vorstellen.

Und: Wir laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, sich an dieser Diskussion zu beteiligen!

Text + Foto:    Reiner Borchert

Kommunalwahl 2009: Unser Direktkandidat für Wolbeck (Wahlkreis 21)

Lambert Wessels

53 Jahre, 3 Kinder
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Lambert Wessels, Kandidat für Wolbeck

Löst die Ortsumgehung alle Probleme Wolbecks? Wünschenswert sind eine Entlastung des Ortskerns und auch eine attraktive Neugestaltung der Verkehrsflächen, aber das Gesamterscheinungsbild entspricht dann weiterhin nicht dem eines historischen Ortskerns. Auch der Landschaftsverbrauch durch die neue Ortsumgehung ist enorm: die Planungen für den Anschluss der Eschstraße – bisher Teil eines Naherholungsgebietes – sind noch nicht offengelegt, sie werden sicherlich Erstaunen, bei Anwohnern auch Entsetzen hervorrufen. Die erforderliche Bürgerbeteiligung wird wohl weiter auf sich warten lassen. Dabei haben die Anwohner ein Recht auf Information ‑ immerhin tragen sie zahlenmäßig die Hälfte der Verkehrsentlastung. Wir werden in dieser Sache weiter nachfragen.

Wünschenswert ist eine geschäftliche Belebung des Ortskerns ‑ aber was ist neben der Neuansiedlung eines weiteren Discounters, neben dem Neubau eines Verbrauchermarkts und neben der Planung eines weiteren Verbrauchermarktes auf der Grünen Wiese, den wir als städtebaulichen Unfug ablehnen, noch möglich?

Seit vielen Jahren wünschen sich skateboardbegeisterte Jugendliche einen geeigneten Platz für ihren Sport. Wir setzen uns für eine langfristige Lösung auf der Bezirkssportanlage ein, deren Erweiterung wir im Sinne der Sportvereine unterstützen.

Wir haben (noch) das dreigliedrige Schulsystem. Und das in Wolbeck auf einem Gelände. Bei Neu- und Erweiterungsbaumaßnahmen treten wir für eine gleichberechtigte Behandlung der unterschiedlichen Schultypen ein. Containerklassen dürfen hier nur eine kurzfristige Lösung sein.

Probleme mit Jugendgruppen in Wolbeck zeigen: oft fehlen Anlaufstellen, Einrichtungen und Angebote für Jugendliche. Eine mobile Betreuung ist eine erste Maßnahme. Weiter müssen Plätze gefunden werden, an denen Jugendliche sich aufhalten dürfen – und gleichzeitig geduldet werden.

Kommunalwahl 2009: Unsere Direktkandidatin für Angelmodde (Wahlkreis 22)

Christine Schulz

christine.schulz
Christine Schulz, Kandidatin für Angelmodde
Alter: 44
Familienstand: verheiratet
Beruf: Geschäftsführerin
Politisches: Seit 2004 in der BV Südost und im Planungsausschuß
Schwerpunkte: Stadtplanung

Liebe Wählerinnen und Wähler,

mein Name ist Christine Schulz und ich kandidiere für den Wahlkreis Angelmodde und auf der Ratsreserveliste auf Platz 23. Ich bin 44 Jahre, kam vor 25 Jahren nach Münster, bin Historikerin und verheiratet. Seit 1985 bin ich aktives Mitglied bei den Grünen/GAL Münster und arbeite seit 1995 als Geschäftsführerin der grünen Ratsfraktion.

Ich wohne seit 6 Jahren in Gremmendorf, bin seit 2004 Mitglied der Bezirksvertretung Südost und Vertreterin im Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft.

Durch den angekündigten, derzeit für 2016/2017 terminierten Abzug der britischen Streitkräfte wird es in den kommenden Jahren größere Veränderungen im Stadtteil geben. Planungen für den 450 Einheiten umfassenden Wohnbestand in Angelmodde und Gremmendorf und auch für die Nutzung des riesigen Kasernengeländes werden bereits in einer grünen Arbeitsgruppe diskutiert. Dieses Projekt möchte ich gern zu meinem besonderen Anliegen machen. Wir laden Sie herzlich ein, sich an dieser Diskussion zu beteiligen und Ideen für ein Angelmodde im Jahr 2020 mit uns zu entwickeln !

Daneben werde ich das bereits begonnene erfolgreiche Handlungs- und Sanierungsprogramm für die Wohnsiedlung Osthuesheide weiterhin politisch begleiten. Durch die engagierte Zusammenarbeit vieler Akteure konnten städtebauliche Mängel bereits beseitigt und die Aufenthalts- und Lebensqualität erheblich verbessert werden.

Handlungsbedarf gibt es nach wie vor zur Verbesserung der unbefriedigenden Einzelhandels-Situation in Angelmodde-Dorf. Hier muss es intensivierte Bemühungen geben, um eine wohnungsnahe fußläufige Grundversorgung auf Dauer sicherzustellen.

Neben einem qualifizierten Ausbau der mobilen Kinder/Jugendlichen-Arbeit ist die personalintensive Unterstützung von Familien im Rahmen aufsuchender Arbeit besonderes grünes Anliegen in Angelmodde.

Über Ihre Unterstützung am 30. August würde ich mich freuen !

Christine Schulz

Kommunalwahl 2009: Unser Direktkandidat für Gremmendorf (Wahlkreis 20)

Reiner Borchert

portraitRB
Reiner Borchert, Kandidat für Gremmendorf
Alter: 51
Familienstand: unverheiratet
Beruf: Biologe und Softwareentwickler
Politisches: Seit 1999 in der BV Südost
Schwerpunkte: Umwelt, Verkehr, Stadtplanung

Seit über 10 Jahren lebe ich in Gremmendorf. Ich habe vor langer Zeit Biologie studiert, arbeite aber derzeit in einem kleinen Unternehmen als Softwareentwickler. Seit etwa 25 Jahren bin ich Mitglied der Grün-Alternativen Liste (GAL) und vertrete sie seit fast 10 Jahren in der Bezirksvertretung MS-Südost. Als Biologe habe ich natürlich ein großes Interesse an ökologischen Themen, so dass Umwelt- und Verkehrspolitik meine Schwerpunkte sind. Ich möchte deshalb insbesondere die Interessen der nicht-motorisierten VerkehrsteilnehmerInnen vertreten.

In dieser Hinsicht gibt es in Gremmendorf einiges zu verbessern. Unser Stadtteil leidet darunter, dass der Albersloher Weg eine ständige Lärm-, Abgas- und Gefahrenquelle darstellt und die Entwicklung eines echten Zentrums verhindert. Der Versuch der CDU, durch Aufstellen von Bänken und Blumenkübeln einen sog. „Dorfplatz“ einzurichten, kann nur ein mildes Lächeln hervorrufen und zeigt, wie eng die Grenzen des derzeit Möglichen sind. Außerdem liegt der Albersloher Weg mit weit über 200 Unfällen allein im Jahr 2008 ganz weit oben in der Münsterschen Unfallstatistik. Auch wenn die Todesfälle im letzten Jahr nicht in erster Linie auf Geschwindigkeitsüberschreitungen zurück zu führen sind, zeigen sie doch, wie gefährlich diese Rennstrecke für die Menschen geworden ist.

Deshalb suchen wir Grüne in Gremmendorf nach Möglichkeiten, den Albersloher Weg zu entschärfen und gleichzeitig dem Stadtteil ein attraktives Zentrum zu ermöglichen. Die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 km/h ist dabei nur der erste Schritt; sie reicht bei weitem nicht aus.

Der Abzug der britischen Streitkräfte aus der York-Kaserne bietet mittelfristig eine große Chance, diese Zeile zu verwirklichen. Wir wollen in der Ortsdurchfahrt Gremmendorf den Albersloher Weg nach Westen verlegen und die neue Trasse über Kreisverkehre anschließen. Der gewonnene Platz bietet endlich das, was uns hier fehlt: Platz zum Verweilen, Spielen, Feiern, Einkaufen, Essen & Trinken, Musik machen, einander begegnen – Platz für Läden, Vereine, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren, kurzum: Platz zum Leben!

Wir brauchen noch Zeit, um unsere Ideen und Wünsche für ein lebens- und liebenswertes Gremmendorf konkreter zu formulieren, aber die Zeit haben wir noch. Wir möchten alle Interessierten bitten, daran mitzuarbeiten und ihre Ideen einzubringen. Dieser Blog soll uns dabei als Diskussionsforum dienen!

Kommunalwahlprogramm 2009

  1. Was wir 2009 erreichen wollen
  2. Klimaschutz und Stadtentwicklung voran bringen
  3. Soziale Balance in Münster wieder gewinnen
  4. Wohnen in Münster muss bezahlbar bleiben
  5. Münster: Stadt zum Leben – Stadt für Frauen
  6. Fit für 2020 – Münster braucht eine Verkehrswende
  7. Eine Schule für alle – länger gemeinsam lernen!
  8. Wirtschaft für die Stadt – Arbeitsplätze für mehr Lebensqualität
  9. Chancen für Kinder von Anfang an: Münster als Stadt für Kinder, Jugendliche und Familien
  10. Kultur für alle in der kreativen Stadt!
  11. Einwanderungsstadt Münster
  12. LesBiSchwules Münster
  13. Sport gehört zum täglichen Leben
  14. Bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe in der Kommunalpolitik
  15. Friedensstadt Münster: Frieden als Aufgabe
  16. Impressum

Das Kommunalwahlprogramm 2009 steht jetzt im Netz (siehe rechten Kasten).

Es ist auch in verschiedenen Dateiformaten herunterladbar:

Viel Spaß beim Lesen wünschen

die Münsteraner Grünen

Kommunalwahlprogramm 2009 – auf den Punkt gebracht

ES IST ZEIT FÜR GRÜN!

DENN GRÜN BEDEUTET:

  1. Statt 40 Millionen € für ein Kohlekraftwerk in Hamm ein Klimaschutzprogramm für Münster.
  2. Ein neuer Hauptbahnhof anstelle einer teuren Startbahnverlängerung.
  3. Fahrradverkehr und Stadtbahn fördern statt Straßen- und Parkhausbau.
  4. Münsterpass mit Sozialticket für den öffentlichen Nahverkehr.
  5. Mehr Qualität in der Betreuung durch zusätzliche Erzieherinnen in Kleinkindgruppen und offenen Ganztagsschulen.
  6. „Eine Schule für alle“ – gemeinsam Lernen bis zur zehnten Klasse in einer Modellschule.
  7. Barrierefreiheit als Markenzeichen für Münster.
  8. Ein neues Südbad und ein sauberer Aasee.
  9. Preiswerte Wohnungen erhalten, neue bauen, Grünflächen und Sportanlagen verbessern.
  10. Eine weltoffene und tolerante Stadt, in der Geschlechtergerechtigkeit und der Dialog der Kulturen selbstverständlich ist.