Gremmendorf bald entmilitarisiert – was dann?

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Einfahrt zur York-Kaserne am Albersloher Weg

Inzwischen hat es sich wohl rumgesprochen: die britischen Streitkräfte wollen mittelfristig den Standort Münster (d.h. die Kasernen Gremmendorf und Gievenbeck) aufgeben. Der Termin steht noch nicht fest, derzeit geistert aber die Jahreszahl 2017 herum. Egal, ob das Jahr letztendlich stimmt – die Auswirkungen auf Gremmendorf und Angelmodde-West werden beträchtlich sein:

  • In mehreren Wohnbezirken werden viele von den Briten genutzte Häuser (zumeist einfache Reihenhäuser) frei werden.
    (Es handelt sich um die Straßen Lilienthalweg, Zum Erlenbusch, Angelsachsenweg, Wiegandweg sowie Torminweg, Köhlweg und Fitzmauriceweg in Lütkenbeck.)
  • Das frei werdende Kasernengelände selbst umfasst eine Fläche von mehr als 30 Hektar. Im vorderen Bereich zum Albersloher Weg hin befinden sich viele alte und neue Gebäude, der hintere Bereich wird als Sportplatz genutzt.
  • Die Angehörigen der britischen Streitkräfte werden dem Gremmendorfer Einzelhandel als Kundinnen und Kunden fehlen. Die ohnehin nicht gerade rosige Situation wird für die Geschäfte noch schwieriger als sie heute schon ist.

Aber:

Die Veränderungen bieten auch eine große Chance, endlich ein angemessenes Stadtteilzentrum für Gremmendorf zu entwickeln. Darüber hinaus ist die Kasernenfläche so riesig, dass es auch für umliegende Stadtteile relevant ist, was dort passieren wird. Es ist sicher nicht übertrieben, ihr eine gesamtstädtische Bedeutung beizumessen.

Deshalb wollen wir in den nächsten Monaten und Jahren Ideen und Ziele entwickeln, wie wir uns die Zukunft von Gremmendorf vorstellen.

Und: Wir laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, sich an dieser Diskussion zu beteiligen!

Text + Foto:    Reiner Borchert

3 Gedanken zu „Gremmendorf bald entmilitarisiert – was dann?“

  1. Interessant wäre es zu erfahren, ob für junge Familien eine Chance besteht die frei werdenden Eigenheime vorzeitig zu erstehen. Das würde auch den plötzlichen Konsumabbruch für den ansässigen Einzelhandel bremsen.

  2. Ein Teil der Frei- und Sportflächen sollte unbedingt erhalten werden. Insbesondere der einzige Groß-Kunstrasenplatz in Gremmendorf und Umgebung darf keiner Bebauung zum Opfer fallen. Zusammen mit den danebenliegenden Grün- und Rasenspielflächen ist dies die Chance auf einen ideal gelegenen Sport- und Spiel-Parcour für alle.

  3. In Lütkenbeck liegt mit 120 Stück der grössere Teil der von den Briten genutzten Wohneinheiten. Hier sollte die Konversion zwar unabhängig von den Gremmendorfer Entwicklungen, aber auch mit Bürgerbeteiligung betrieben werden. Die Chance ein stadt- und hafennahes Quartier für bezahlbares Familienwohneigentum zu entwickeln besteht.

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