Kommunalwahl 2020: Ihr Grünes Team für Südost

Die ersten fünf auf unserer Liste für die Bezirksvertretung Südost – von links: Anja Tepe, Daphne Wurzbacher, Ralph Buzug, Christine Schulz, Dirk Wimmer

Unsere komplette Liste für die Bezirksvertretung Südost:

  1. Anja Tepe
  2. Dirk Wimmer
  3. Christine Schulz
  4. Ralph Buzug
  5. Daphne Wurzbacher
  6. Mirko Kopittke
  7. Bernd Korthals
  8. Thomas Burhans
  9. Eduard Traxmandl-Runge
  10. Andreas Gottschalk-Lutter
  11. Matthias Rüter
  12. Martin Berg
  13. Christoph Macholz
  14. Thomas Brüninghaus

Wir treten für ein ökologisch nachhaltiges und sozial inklusives Münster ein. Wir sind mit jung und alt vertreten – für alle Stadtteile des Südostens. Uns liegt das bunte und vielfältige Münster am Herzen!

Wir haben uns einiges vorgenommen!

Kommunalwahl 2020: Unsere Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich vor (1)

Anja Tepe

Listenplatz Nr. 1 für die Bezirksvertretung
Ratskandidatin für Angelmodde

Familie: Verheiratet, eine 3-jährige Tochter.
Beruf: Dipl. Landschafts-Ökologin, Angestellte in einem Büro für faunistische Gutachten
Themenschwerpunkte: Ökologie und Planung

Mein Motto:

Wir leben in einer Zeit des Wandels, deshalb können wir nicht einfach weiter machen wie bisher.

Der dritte Sommer extremer Trockenheit stellt unsere Ökosysteme auf die Probe und Corona stellt unseren Alltag auf den Kopf. Was jahrzehntelang scheinbar unumstößlich die normale Welt war, beginnt zu bröckeln. Ewig am Alten festzuhalten, wird uns nicht aus den Krisen heraus führen. Es ist an der Zeit, dass wir unser Handeln und unsere Entscheidungen überdenken, unsere Prioritäten der Entwicklung anpassen und beginnen, Dinge anders anzugehen als bisher.

Mein Schwerpunktthema ist der Naturschutz. Hier setze ich mich für eine durchdachte Stadtplanung ein, die wertvolle Lebensräume und Frischluftschneisen erhält. Das heißt auch, dass nicht jede verfügbare Fläche zur Bebauung geeignet ist! Ein effektiver Baumschutz ist Teil einer klugen Stadtplanung, denn Bestandsbäume besitzen für das Mikroklima und die Luftreinhaltung einen unersetzlichen Wert. Dieses Thema wird vor allem bei der Entwicklung des Westfalengas-Areals von Bedeutung sein, aber auch wenn es um die Gestaltung des Albersloher Weges geht. Die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, gestalten die Zukunft unserer Kinder. Angelmodde ist schön und Sie entscheiden, ob es schön bleiben wird!

Gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten, gute Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr, gute Radwegeverbindungen, die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs und die Förderung und Unterstützung sozialer Einrichtungen sind mir weitere wichtige Anliegen. Mir sind die Menschen in Angelmodde wichtig – unabhängig vom Beruf, der Herkunft oder des sozialen Status. Politik soll nichts für „die da Oben“ sein, sondern aktiv mitgestaltet werden können. Die besten Ideen stammen von den Leuten vor Ort, deshalb nehme ich gerne Anliegen mit in die Sitzungen der Bezirksvertretung. Gestalten Sie mit, sprechen Sie mich an!

Kontakt: tepe@gruene-muenster.de

Kommunalwahl 2020: Unsere Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich vor (2)

Dirk Wimmer

Listenplatz Nr. 2 für die Bezirksvertretung
Ratskandidat für Wolbeck

Familie: Verheiratet, 2 Töchter.
Beruf: Elektrotechniker, Veranstaltungs- und
Haustechniker der Halle Münsterland
Themenschwerpunkte: Soziales, Arbeits- und
Tarifrecht, Energie und Verkehr.

Mein Motto:

Du bist nicht daran Schuld, dass die Welt so ist, wie sie ist. Du bist aber Schuld wenn sie so bleibt.

1977 geboren, wuchs ich in Wolbeck auf und habe dort meine Lehre bei einem Wolbecker Handwerksbetrieb mit der Gesellenprüfung als Elektrotechniker Fachrichtung Haustechnik abgeschlossen. Nach meinem Zivildienst bei der Handwerkskammer Münster habe ich fünf Jahre bei einer süddeutschen Firma Signal- und Verkehrsbeeinflussungsanlagen als Elektrotechniker montiert. Die letzten 15 Jahre arbeite ich nun bei der Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH als Veranstaltungs- und Haustechniker. Berufsbedingt habe ich 2005 meinen Wohnort von Wolbeck nach Münster verlegt. Dort lebe ich zusammen mit meiner
Frau und meinen zwei Töchtern.

Vor zehn Jahren bin ich Mitglied der Grünen geworden, habe drei Jahre als Mitglied des Kreisvorstandes Münster die Geschicke der Partei mitgeführt und bin seit 6 Jahren Mitglied in der Bezirksvertretung Südost, für die ich in diesem Jahr auf Listenplatz 2 wieder kandidiere.

Neben meinem politischen Engagement für die Grünen bin ich Betriebsratsmitglied und aktives Mitglied auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene der Gewerkschaft ver.di, seit 2019 Schöffe am Amtsgericht.

10 Punkte für Wolbeck:

  1. Klares „Nein“ zum Ausbau der Eschstraße. Der Ausbau würde neuen Verkehr, viel Lärm und Umweltbelastungen generieren, zusätzliche
    Flächen versiegeln und ist nicht akzeptabel.
  2. Alternative Modelle der Verkehrsberuhigung wie z.B. „shared space“-Konzepte sollen den Ortskern durch mehr Aufenthaltsqualität aufwerten und auch die Gewerbetreibenden unterstützen.
  3. Klares „Ja“ zur Reaktivierung der WLE. Der ÖPNV in Wolbeck braucht die Ergänzung durch die Bahn. Wichtig ist uns emissionsfreier An-
    trieb und optimaler Lärmschutz für die Anwohner.
  4. Bus und Bahn müssen sich ergänzen. Die Linie 8 mit direkter Innenstadtverbindung muss bleiben!
  5. Wohnraum für alle, unter Beachtung des Naturschutzes. Kein Bau in den Grünringen oder Natur- und Landschaftsschutzgebieten.
  6. Die schnelle Erweiterung des Schulzentrums Wolbeck muss voran getrieben werden. Container sind keine Dauerlösung. Gute Bildung in
    Südost ist uns wichtig. Dazu gehört auch eine Digitalisierungsoffensive in den Schulen. Wir unterstützen das!
  7. Die Radverbindungen werden auch für Pendler immer attraktiver. Die Veloroute Münster Everswinkel ist eine wichtige Unterstützung dafür!
  8. Elektromobilität braucht Terminals. Ob E-Bike oder Elektroauto: Bahnhaltepunkte, Parkplätze und Fahrradständer sollen mit Terminals versehen werden.
  9. In Wolbeck gibt es Windkraft für bisher ca. 2.400 Haushalte. Weitere Standorte für Windkraft müssen ausgewiesen oder Bestehende erweitert werden.
  10. Lösung der Raumprobleme der Musikschule Wolbeck.

Kontakt: wimmer@gruene-muenster.de

Kommunalwahl 2020: Unsere Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich vor (3)

Christine Schulz

Listenplatz Nr. 3 für die Bezirksvertretung
Ratskandidatin für Gremmendorf

Familie: Verheiratet
Beruf: Historikerin, Geschäftsführerin der grünen Ratsfraktion in Münster
Themenschwerpunkte: Stadtplanung und -entwicklung und Verkehr

1964 im Ruhrgebiet geboren kam ich 1984 zum Studium der Alten und Neuen Geschichte nach Münster; es folgte eine Fortbildung als Gleichstellungsbeauftragte und viele Jahre Mitarbeit im Geschichtsort Villa ten Hompel. 

Aktives Mitglied bei den Grünen wurde ich 1985; seit 25 Jahren bin ich Geschäftsführerin der grünen Ratsfraktion in Münster. 

Seit 2003 wohne ich mit meinem Mann im wohl ältesten Haus Gremmendorfs und vertrete die Grünen seit 2004 in der Bezirksvertretung, im Planungsausschuss und weiteren Gremien. 

Gremmendorf wird in den kommenden Jahren noch attraktiver werden: Das Kasernengelände wird mit einer unter großer Bürgerbeteiligung entstandenen modernen und nachhaltigen Planung und dem Zuzug Tausender NeubürgerInnen sowie der Einrichtung des lange ersehnten Bürgerhauses endlich zu einem lebendigen Teil des  Stadtviertels.

Die Entstehung der „Neuen Mitte“ Gremmendorfs und die Aufhebung der Trennwirkung des Albersloher Wegs, aber auch das Zusammenwachen von „altem“ und „neuem“ Gremmendorf stellen die Herausforderungen dar.

Die bis 2024 erfolgte Inbetriebnahme der WLE mit emissionsfreier Antriebstechnik wird eine schnelle und komfortable Anbindung in die City garantieren.

Ich freue mich darauf, diesen spannenden Stadtentwicklungs-Prozess begleiten zu können und bin über Anregungen dazu dankbar.

Kontakt: schulz@gruene-muenster.de

Kommunalwahl 2020: Unsere Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich vor (4)

Ralph Buzug

Listenplatz Nr. 4 für die Bezirksvertretung

Familie: Verheiratet, 2 Kinder
Beruf: Biologe, IT-Spezialist
Themenschwerpunkte: Stadt als lebenswerter Raum für alle Generationen und sozialen Strukturen, digitale Nachhaltigkeit

Mein Motto:

Eine lebenswerte Zukunft ist das, was passieren wird, wenn du vorher nachhaltige Pläne machst – und es nicht so bleibt wie es war.

Ich bin 51 Jahre alt, arbeite als gelernter Biologe bei einem großen Telekommunikationsunternehmen und lebe mit meiner Familie seit über 20 Jahren in Gremmendorf. Seit 1986 bin ich Mitglied bei den Grünen und durfte bereits in verschiedenen städtischen Gremien (Umweltausschuss und Zoo-Aufsichtsrat) mitwirken. Erfahrungen als Konzernbetriebsratsvorsitzender und als Schöffe am Amtsgericht, bringe ich ebenfalls mit.

Unserem grünen Stadtbezirk gehört die Zukunft der Stadt Münster – nirgends in Münster wird mehr gebaut, geplant und entwickelt. – Es ist in den nächsten Jahren mit einem Zuzug von ca 12.000 Menschen in oder direkt an unserem Stadtbezirk (Einwohnerzahl 2019: ca 30.000) zu rechnen. Und das ist angesichts des hohen Wohnraumbedarfes der Stadt Münster auch nötig.

  • York-Quartier: 50 Hektar Fläche. ca. 1.750 Wohneinheiten, ca. 6.000 neue Einwohner (Infos)
  • Angelmodde – Albersloher Weg / Hiltruper Straße: 250 Wohneinheiten, ca. 850 neue Einwohner (Infos)
  • Heidestraße: Erschließung des ehemaligen Geländes der ehemaligen Westfalen AG und verschiedene kleinere Einzelflächen geschätzt ca. 2.000 neue Einwohner
  • Hiltrup Ost / nördlich Osttor: 24 Hektar Fläche, ca 1.000 Wohneinheiten, 3.400 neue Einwohner (Infos)

Dies erfordert einen kritischen Blick auf unsere Ressourcen und Infrastruktur und die Einsicht, dass ein „Weiter so“ nicht funktionieren kann. Nachhaltig planen heißt, sich mit den täglich über 24.700 Kfz/Tag (Stand 2014, Infos), die bereits heute den Albersloher Weg nutzen (und bereits heute in der Stoßzeiten im Stau stehen), auseinander zu setzen, und die Erreichbarkeit der Innenstadt auch in Zukunft sicherzustellen, wenn auch vermehrt mit leistungsfähigeren bzw., umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln, wie Rad (Velorouten), Bus (Busspuren Richtung Innenstadt) und Schiene (WLE), auch wenn dies zu Lasten der KFZ-Nutzung geht. In diesem Zusammenhang werden wir insbesondere über den Umbau des Albersloher Weges sprechen müssen, über den Erhalt und Neuanlage von ökologisch wertvollen Flächen, über zusätzliche Infrastruktur wie zum Beispiel eine weiterführende Schule, eine Gesamtschule für Südost zur Entlastung des Schulzentrums Wolbecks – ausgestattet mit einer zukunftsweisenden digitalen Infrastruktur.

Nachhaltig planen heisst auch: Nicht jede Fläche eignet sich für Wohnbebauung. Je dichter unser Stadtbezirk bebaut wird, desto höher sind die Anforderungen an unsere grüne Lunge im Bezirk.

Ich möchte diesen Prozess aktiv vor Ort in der Bezirksvertretung mitgestalten.

Kontakt: ralphbuzug@argantiu.de

Kommunalwahl 2020: Unsere Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich vor (5)

Daphne Wurzbacher

Listenplatz Nr. 5 für die Bezirksvertretung

Beruf: Künstlerin, Autorin, Juristin
Themenschwerpunkte: Nachhaltigkeit

Als gebürtige Wolbeckerin, die nun auch seit 20 Jahren wieder im Ort lebt, würde ich mich freuen, die Zukunft Wolbecks und des Südostens von Münster mit gestalten zu dürfen!

Zum Zeitpunkt meiner Geburt als erstes von zwei Kindern 1960 lebten meine Eltern in einem Haus an der Münsterstrasse, das immer noch steht und mein erstes soziales Umfeld ausserhalb der Familie war damals der katholische Kindergarten in Wolbeck. Mehrere Umzüge meiner Familie sowie mein Studium lenkten dann jedoch meinen Weg weg von Wolbeck nach Frankfurt, Unna und schliesslich Berlin, wo ich mein 1. Juristisches Staatsexamen ablegte.

1999 führte mich das Schicksal jedoch zurück nach Wolbeck. Es war eine Neuentdeckung meiner Wurzeln und hat meine kreative Entwicklung als Künstlerin und Autorin beflügelt.

Seit 10 Jahren bin ich in Münster Mitglied bei den Grünen, wo ich auch im Kreisverband als Sprecherin verschiedener AGs wirken durfte. Besonders die AG Nachhaltigkeit hat mich inspiriert. Nachhaltigkeit ist auch mein zentrales Anliegen bei der Fortentwicklung von Wolbeck und dem Südosten Münsters.

Das betrifft vor allem eine gute Weiterentwicklung des ÖPNV durch Bus und Reaktivierung der Bahn. Hierbei ist mir als langjähriger Nutzerin des ÖPNV sehr wichtig, dass die Buslinie 8 erhalten wird, auch wenn der ÖPNV Verstärkung durch die Reaktivierung der WLE-Strecke erfährt. Ich weiß, wie wichtig es besonders für ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Menschen ist, gerade im Winter eine bequeme Verbindung ohne Umsteigen bis in die Innenstadt zu haben. Das soll sich durch die Bahnstrecke nicht ändern! Wir brauchen aber beides, auch die Bahn, wenn wir Pendlerverkehr vom PKW auf ÖPNV umsteigen helfen wollen. Bei der Umsetzung der Bahnstrecke ist besonders auf emissionsarme Technologie und optimalen Lärmschutz für die Anwohner zu achten!

Die Reduktion des PKW-Verkehrs wird auch der weiteren Entwicklung des Ortskerns von Wolbeck gut tun. Hier ist verkehrliche Beruhigung dringend nötig. Dies kann auch weiter unterstützt werden durch Verkehrskonzepte wie etwa “shared space”, die anderen Verkehrsteilnehmern, also Fussgängern und Radfahrern, mehr Gewicht verschaffen und eine innerörtliche Atmosphäre gestalten helfen, die mit mehr Aufenthaltsqualität zum Bummeln und Verweilen einlädt. Dies unterstützt auch den Einzelhandel im Ort.

Ein weiterer wichtiger Aspekt von Nachhaltigkeit ist der Erhalt von Grüngürtel, Frischluftschneisen und Landschaftsschutzgebieten. Wir brauchen mehr Wohnraum in Münster und auch der Südosten ist hier gefragt. In Anbetracht der steten Bautätigkeit in Wolbeck, der großen weiteren geplanten Areale wie etwa der Konversion der York-Kaserne und vielen weiteren Bauprojekten in Südost wird dieser dem Anspruch, mit Wohnraum weiter zu wachsen aber schon sehr gerecht, und es besteht keinerlei Grund oder Notwendigkeit, geschützte Gebiete, die für Klima und Naturschutz bedeutsam sind oder auch Kleingärtnern oder Turnvereinen wichtigen Raum bieten, in irgendeiner Form anzutasten.

Wir alle haben auf die ein oder andere Weise in den zurückliegenden Jahren zu spüren bekommen, dass der Klimawandel bereits begonnen hat, und nicht nur die Natur unter Hitze, Dürre oder Unwettern leiden musste, sondern auch wir Menschen auf die intakte Natur in so vieler Hinsicht angewiesen sind, gerade, wenn das Wetter verrückt spielt. Diese Klima-Entwicklung muss im Einklang mit der Natur gestoppt und zugleich unser Umfeld gegenüber Extremwetter belastbar und gut angepasst gestaltet werden. Jetzt haben wir noch vieles in der Hand und diese Chancen müssen wir nutzen.

Das betrifft neben dem Naturschutz und innerörtlichen Baumschutz auch den Ausbau erneuerbarer Energien, soweit sich Möglichkeiten etwa im Bereich der Windkraft oder auch Fotovoltaik finden lassen sowie die energetische Bauweise im Zuge der Neubauten.

Chancen müssen wir auch erhalten und erweitern im kulturellen Bereich und auch für Jugendliche neue Räume und gute Entwicklungsmöglichkeiten schaffen. Das gilt z.B. für den Schulbereich, wie eine weiterführende Schule in Gremmendorf und die Erweiterung des Schulzentrums in Wolbeck, ebenso wie neue Freizeiträume für Jugendliche in Südost.

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Ich möchte, dass Kinder und Jugendliche gute Bildungs- und Entwicklungschancen erhalten, dass Schulen ausreichend und gut ausgestattet vorhanden sind, auch digital, und auch, dass Kinder sich frei im Ort bewegen können, ohne dass Eltern sie vor PKW-Verkehr beschützen müssen, sowie dass Jugendliche überall in Südost Orte haben, wo sie sich treffen und entfalten können.

Ich freue mich, wenn Sie uns Grünen im Südosten ihr Vertrauen schenken, damit wir alle diese Ziele umsetzen können und freue mich dabei auch auf eine gute Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern – denn um Sie geht es!

Herzlich,
Daphne Wurzbacher

Kontakt: mail@daphnewu.de

Unruhe an der Homannstraße – eine Presseerklärung

Erst neulich gab es Aufregung an der Homannstraße wegen entlaufener Kühe, die im weiten Umkreis wieder eingesammelt werden mussten. Das war recht schnell erledigt; was die Anwohnerinnen und Anwohner mehr beunruhigt, ist die Aussicht, dass die Wiesen, Weiden und Gehölze an der Homannstraße in nicht allzu ferner Zukunft verschwinden könnten, denn sie sind im aktuellen Baulandprogramm der Stadt Münster aufgeführt in der „Stufe 2“, was bedeutet, dass die Stadt sich bemüht, die Flächen zu erwerben, um sie in Bauland zu überführen.

Niemand bestreitet, dass die aktuelle Wohnungsnot in Münster durch die Erschließung neuer Baugebiete gemildert werden muss. Gerade im Südosten gibt es daher zahlreiche Beispiele dafür: die ehemalige York-Kaserne in Gremmendorf, das Westfalen-Gelände und die Hiltruper Straße in Angelmodde, einige Neubaugebiete in Wolbeck, und, nicht zu vergessen, das große Gebiet nördlich Osttor in Hiltrup-Ost. All diese Gebiete bedeuten den Zuzug von grob geschätzt mehr als 10.000 Menschen.

Wollen das Baugebiet verhindern (v.l.): Reiner Borchert und Anja Tepe (Grüne Südost), Karsten Timmermann, Penny und Tochter Destiny, Gisela Maniera (Homannstraße)

Der Protest an der Homannstraße wird auch von der Grünen Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Südost unterstützt, da auch die Grünen sehen, dass dieser Bevölkerungszuwachs in keinem Verhältnis zur vorhandenen Infrastruktur steht, welche schon jetzt stark belastet ist. „Es fehlt an Kitas und Schulen, auch die Verkehrswege werden der Zunahme nicht gewachsen sein!“, so Gisela Maniera, die Organisatorin des beliebten Hasilaus-Garagenflohmarkts.

Was die Grünen aber besonders auf die „Palme“ bringt, ist auch hier wieder an der freien Landschaft und an den Grüngürteln geknabbert werden soll, wie es aktuell schon bei anderen kleinen Baugebieten (Frankenweg und Sandbach) geschieht. Anja Tepe, Landschaftsökologin und BV-Mitglied, meint dazu: „Wieder wird Landschaft ohne Not für eine kleine Zahl an Wohnungen geopfert. Das Grünland und die Wallhecke haben eine große Bedeutung für den Biotopverbund am Rande der Werseaue. Sie werden unwiederbringlich verschwinden!“.

Sonnenaufgang an der Homannstraße – im künftigen Baugebiet?

Karsten Timmermann sieht noch einen weiteren wichtigen Aspekt: „Der Grüngürtel, zu dem die Fläche gehört, erfüllt eine wichtige Funktion für das Stadtklima, indem er die Aufheizung der Stadt in Hitzeperioden mindert.“ Außerdem sei die Fläche im Landschaftsplan Werse als erhaltenswerter Landschaftsbestandteil aufgeführt. „Welchen Wert haben Landschaftspläne, wenn sie so einfach außer Kraft gesetzt werden können?“, fragt er sich.

Der Fraktionssprecher der Grünen, der Biologe Reiner Borchert, ermuntert die versammelten Anwohnerinnen und Anwohner zu lautstarkem Protest, gerade jetzt vor der Kommunalwahl. Nur mit starker Unterstützung der Bevölkerung könne das Baugebiet noch verhindert werden.

Auch zweibeinige Tiere wissen die Pferdeweide zu schätzen.

Alle Fotos: Dr. Harald Maniera

Kein Bauland im Grünring und Hände weg von Landschaftsschutzgebieten!

In den kommenden Jahren werden zahlreiche Flächen im Bezirk Südost für neue Wohnquartiere umgewandelt. Dazu gehört nicht nur das riesige Gebiet der ehemaligen York-Kaserne, auch große Flächen in Wolbeck Nord, am Berdel und am Knotenpunkt der Hiltruper Straße / Albersloher Weg werden in naher Zukunft zu Baugebieten. Weitere Flächen, wie das z.Z. von der Westfalen AG genutzte Gebiet an der Heidestraße, sollen in den nächsten Jahren ebenfalls für Wohnbebauung erschlossen werden. Die Planung des Quartiers am Osttor in Hiltrup schafft ein weiteres großes Angebot an Wohnraum. Insgesamt werden im Südosten von Münster mehrere tausend Menschen ein neues Zuhause finden.

Ausschnitt Baulandprogramm Südost

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen / GAL in der Bezirksvertretung Südost befürwortet und fördert neuen Wohnraum und ist im Grundsatz für das Baulandprogramm. Jedoch ist der Schutz der Grünzüge und des 1. und 2. Grünrings sowie ökologisch bedeutsamer Flächen zu gewährleisten.

Die im Vergleich sehr kleinen Gebiete 813-03 (Gremmendorf – Westlich Frankenweg, V/0374/2020) mit 20 WE und 863-07 (Wolbeck – Südlich Hiltruper Straße / Westlich am Sandbach, V/0375/2020) mit 40 WE sowie die Fläche Angelmodde – Nördl. Homannstraße sind aus diesem Grund aus dem Baulandprogramm zu streichen. Die Entwicklung zu Wohnquartieren ist nicht weiter zu verfolgen, da die Schaffung weniger Wohnungen die ökologischen und stadtklimatischen Folgen nicht aufwiegen und die Eingriffe nicht im Verhältnis zu den Folgen der zukünftigen Generationen stehen.

Zu 813-03 (Gremmendorf – Westlich Frankenweg,  V/0374/2020):

Die Fläche grenzt direkt an den Wald „Große Lodden“ und liegt im 2. Grünring sowie im Landschaftsschutzgebiet. Angrenzend befindet sich eine Ausgleichsfläche der Stadt in Form einer alten Streuobstwiese. Durch eine Bebauung des Waldrandes und die daraus entstehenden Lichtemissionen sowie dem steigenden Nutzungsdrucks werden typische Waldarten wie lichtempfindliche Fledermausarten und Eulen verdrängt. Da sich in dem Bestand auch Eichen befinden, ist mit einer Belastung durch die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners zu rechnen. Die Streuobstwiese verliert ebenfalls ihre Funktion als Lebensraum für Arten wie den Gartenrotschwanz, Stare und Braune Langohren (Fledermäuse).

Gremmendorf – Westlich Frankenweg

Zur Fläche Angelmodde – Nördl. Homannstraße:

Diese liegt zwar „nur“ im 3. Grünring, besitzt jedoch wegen des hohen Grünlandanteils und der strukturgebenden Baum-/Gehölzreihe einen hohen ökologischen Wert. Sie ist Teil des münsterländischen Biotobverbunds mit besonderer Bedeutung (Kennung VB-MS-4011-018), daher von Bebauung freizuhalten.

Fläche Angelmodde – Nördl. Homannstraße

Zu 863-07 (Wolbeck – Südlich Hiltruper Straße / Westlich am Sandbach, V/0375/2020):

Diese Fläche liegt im Grünzug Lütkenbeck-Loddenbach. Zusammen mit dem B-Plan 588 (Raiffeisenmarkt) entsteht mit der Bebauung der Fläche ein Keil in dem Grünzug, der bis an die Umgehungsstraße heran reicht und damit eine Barrierewirkung besitzt.

Wolbeck – Südlich Hiltruper Straße / Westlich am Sandbach
Karte Grünordnung Stadt Münster, in Blau neues Baugebiet

https://www.stadt-muenster.de/umwelt/umwelt-und-freiraumplanung/gruenordnung-muenster.html

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen / GAL lehnte am 10.06.2020 in der Sitzung der Bezirksvertretung Südost die Vorlagen zu den Bebauungsplänen V/0374/2020 Gremmendorf – Westlich Frankenweg und V/0375/2020 Wolbeck – Südlich Hiltruper Straße / Westlich am Sandbach ab und enthielt sich beim Beschluss zum Baulandprogramm 2020-2024.

Anlagen:

Bildergalerie

https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/vo0050.php?__kvonr=2004046368&voselect=11878
Link: Bebauungsplan Nr. 606: Südlich Angelsachsenweg / Westlich Frankenweg
Beschluss zur Aufstellung
https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/vo0050.php?__kvonr=2004046369&voselect=11878
Link: Bebauungsplan Nr. 608: Hiltruper Straße / Westlich Am Sandbach
Beschluss zur Aufstellung

Straßennamen für das York-Gelände – warum wir neue Wege gehen wollen

In den nächsten Jahren wird Gremmendorf um die 5000 neue Bewohner*innen bekommen – weil uns die Konversion des ehemaligen York-Kasenengeländes ca. 1800 neue und dringend benötigte Wohneinheiten bescheren soll bzw. wird.

Zur Erschließung des Geländes werden natürlich auch neue Straßen und Wege entstehen und vorhandene aus- und umgebaut. Und die wollen und sollen auch benannt werden, etwa 14 an der Zahl.

Die übliche Herangehensweise an neu zu benennende Straßen funktioniert in Gremmendorf etwa so: alteingesessene Vereine (Parteien, Schützenvereine, Gewerbeverein etc.) überlegen, welche verdienten und verstorbenen Mitglieder bisher noch nicht bedacht worden sind bei der Straßentaufe. Diese Vorschläge werden dann der Politik zugespielt, in der Regel der CDU, die ja auch selbst etliche Honoratioren auf Lager hat.

So hatte es sich die CDU auch diesmal wieder vorgestellt. Um die SPD mit ins Boot zu holen, hat man es nicht versäumt, auch eine verdiente SPD-Ratsfrau zu nominieren.

Dummerweise hat die CDU derzeit keine Mehrheit in der Bezirksvertretung, die über die Straßennamen zu entscheiden hat. Das eröffnet die Chance, diesmal anders vorzugehen.

Wir haben daher einen Vorschlag entwickelt, der neue Wege geht:

  • ein Konzept aus einem Guss, das zur Besonderheit des Gebietes passt
  • ein Bezug zur Geschichte des Gebietes
  • keine politisch einseitigen Personennamen (die womöglich in Zukunft in Verruf geraten könnten…)

Die Idee, britische Landschaften für die Straßennamen heranzuziehen, unterstreicht die jahrzehntelange Nutzung durch die britischen Streitkräfte, die „als Besatzer kamen und als Freunde gingen“, ohne dem Militarismus zu huldigen.

Natürlich haben wir dabei im Blick, dass viele englische Namen für ungeübte deutsche Zungen, Ohren und Schreibstifte schwer verdaulich sind. Daher haben wir Namen von Counties („Grafschaften“) herausgesucht, die unserer Meinung nach auch für deutsche Verhältnisse tauglich sind.

Wir glauben, dass die oben erwähnten etwa 5000 neue Gremmendorfer*innen keine Probleme mit den Namen haben werden – so exotisch ist Englisch einfach nicht. Im Gegenteil, sie werden die Namen als etwas Besonderes wahrnehmen und sich mit ihrem neuen Viertel eher identifizieren, als wenn sie mit Namen ihnen unbekannter Personen zu tun hätten, wie die meisten Alteingesessenen.

Und was macht nun die CDU? Sie hat das Thema für den bald beginnenden Wahlkampf entdeckt. Mittels eines Flyers, der in den Läden am Albersloher Weg und der Gastronomie ausliegt, inszeniert sie eine „Umfrage“, bei der man zwischen den Grafschaften, den „Gremmendorfer Persönlichkeiten“ und einer Mischung aus beiden wählen kann. (Wer ist nochmal Versitzender des Gewerbevereins? Richtig, Marc Würfel-Elberg. Und wer ist Vositzender der Gremmendorfer CDU? Richtig, auch Marc Würfel-Elberg!)

Gleichzeitig nutzt die CDU ihren Flyer, ihren Kandidaten für das Bezirksbürgermeisteramt in Stellung zu bringen. Peter Bensmann wird als „Bezirksbürgermeister für Südost“ tituliert. Man muss schon sehr genau auf die Wortwahl achten: es heißt „für“, nicht „von“. Darauf wird man sich berufen, wenn darauf hingewiesen wird, dass Herr Bensmann ja bisher nur Kandidat ist und keineswegs vom Volke gewählt. Aber egal, Klappern gehört zum Geschäft, und Gremmendorf war bisher immer ein sicheres Pflaster für die CDU.

Wie gehen wir nun mit der CDU-Kampagne um? Zunächst mal sind wir sehr gespannt, welches Umfrage-Ergebnis die CDU uns demnächst präsentieren wird.

Allen, die unseren Vorschlag unterstützen wollen, empfehlen wir ausdrücklich die Teilnahme an der Umfrage – kreuzen Sie bitte die erste Alternative „Britische Grafschaften“ an! Allerdings verlangt die CDU Namen, Adresse und Unterschrift. Also, keine Angst vor Datenschutz!