Unruhe an der Homannstraße – eine Presseerklärung

Erst neulich gab es Aufregung an der Homannstraße wegen entlaufener Kühe, die im weiten Umkreis wieder eingesammelt werden mussten. Das war recht schnell erledigt; was die Anwohnerinnen und Anwohner mehr beunruhigt, ist die Aussicht, dass die Wiesen, Weiden und Gehölze an der Homannstraße in nicht allzu ferner Zukunft verschwinden könnten, denn sie sind im aktuellen Baulandprogramm der Stadt Münster aufgeführt in der „Stufe 2“, was bedeutet, dass die Stadt sich bemüht, die Flächen zu erwerben, um sie in Bauland zu überführen.

Niemand bestreitet, dass die aktuelle Wohnungsnot in Münster durch die Erschließung neuer Baugebiete gemildert werden muss. Gerade im Südosten gibt es daher zahlreiche Beispiele dafür: die ehemalige York-Kaserne in Gremmendorf, das Westfalen-Gelände und die Hiltruper Straße in Angelmodde, einige Neubaugebiete in Wolbeck, und, nicht zu vergessen, das große Gebiet nördlich Osttor in Hiltrup-Ost. All diese Gebiete bedeuten den Zuzug von grob geschätzt mehr als 10.000 Menschen.

Wollen das Baugebiet verhindern (v.l.): Reiner Borchert und Anja Tepe (Grüne Südost), Karsten Timmermann, Penny und Tochter Destiny, Gisela Maniera (Homannstraße)

Der Protest an der Homannstraße wird auch von der Grünen Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Südost unterstützt, da auch die Grünen sehen, dass dieser Bevölkerungszuwachs in keinem Verhältnis zur vorhandenen Infrastruktur steht, welche schon jetzt stark belastet ist. „Es fehlt an Kitas und Schulen, auch die Verkehrswege werden der Zunahme nicht gewachsen sein!“, so Gisela Maniera, die Organisatorin des beliebten Hasilaus-Garagenflohmarkts.

Was die Grünen aber besonders auf die „Palme“ bringt, ist auch hier wieder an der freien Landschaft und an den Grüngürteln geknabbert werden soll, wie es aktuell schon bei anderen kleinen Baugebieten (Frankenweg und Sandbach) geschieht. Anja Tepe, Landschaftsökologin und BV-Mitglied, meint dazu: „Wieder wird Landschaft ohne Not für eine kleine Zahl an Wohnungen geopfert. Das Grünland und die Wallhecke haben eine große Bedeutung für den Biotopverbund am Rande der Werseaue. Sie werden unwiederbringlich verschwinden!“.

Sonnenaufgang an der Homannstraße – im künftigen Baugebiet?

Karsten Timmermann sieht noch einen weiteren wichtigen Aspekt: „Der Grüngürtel, zu dem die Fläche gehört, erfüllt eine wichtige Funktion für das Stadtklima, indem er die Aufheizung der Stadt in Hitzeperioden mindert.“ Außerdem sei die Fläche im Landschaftsplan Werse als erhaltenswerter Landschaftsbestandteil aufgeführt. „Welchen Wert haben Landschaftspläne, wenn sie so einfach außer Kraft gesetzt werden können?“, fragt er sich.

Der Fraktionssprecher der Grünen, der Biologe Reiner Borchert, ermuntert die versammelten Anwohnerinnen und Anwohner zu lautstarkem Protest, gerade jetzt vor der Kommunalwahl. Nur mit starker Unterstützung der Bevölkerung könne das Baugebiet noch verhindert werden.

Auch zweibeinige Tiere wissen die Pferdeweide zu schätzen.

Alle Fotos: Dr. Harald Maniera

Kein Bauland im Grünring und Hände weg von Landschaftsschutzgebieten!

In den kommenden Jahren werden zahlreiche Flächen im Bezirk Südost für neue Wohnquartiere umgewandelt. Dazu gehört nicht nur das riesige Gebiet der ehemaligen York-Kaserne, auch große Flächen in Wolbeck Nord, am Berdel und am Knotenpunkt der Hiltruper Straße / Albersloher Weg werden in naher Zukunft zu Baugebieten. Weitere Flächen, wie das z.Z. von der Westfalen AG genutzte Gebiet an der Heidestraße, sollen in den nächsten Jahren ebenfalls für Wohnbebauung erschlossen werden. Die Planung des Quartiers am Osttor in Hiltrup schafft ein weiteres großes Angebot an Wohnraum. Insgesamt werden im Südosten von Münster mehrere tausend Menschen ein neues Zuhause finden.

Ausschnitt Baulandprogramm Südost

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen / GAL in der Bezirksvertretung Südost befürwortet und fördert neuen Wohnraum und ist im Grundsatz für das Baulandprogramm. Jedoch ist der Schutz der Grünzüge und des 1. und 2. Grünrings sowie ökologisch bedeutsamer Flächen zu gewährleisten.

Die im Vergleich sehr kleinen Gebiete 813-03 (Gremmendorf – Westlich Frankenweg, V/0374/2020) mit 20 WE und 863-07 (Wolbeck – Südlich Hiltruper Straße / Westlich am Sandbach, V/0375/2020) mit 40 WE sowie die Fläche Angelmodde – Nördl. Homannstraße sind aus diesem Grund aus dem Baulandprogramm zu streichen. Die Entwicklung zu Wohnquartieren ist nicht weiter zu verfolgen, da die Schaffung weniger Wohnungen die ökologischen und stadtklimatischen Folgen nicht aufwiegen und die Eingriffe nicht im Verhältnis zu den Folgen der zukünftigen Generationen stehen.

Zu 813-03 (Gremmendorf – Westlich Frankenweg,  V/0374/2020):

Die Fläche grenzt direkt an den Wald „Große Lodden“ und liegt im 2. Grünring sowie im Landschaftsschutzgebiet. Angrenzend befindet sich eine Ausgleichsfläche der Stadt in Form einer alten Streuobstwiese. Durch eine Bebauung des Waldrandes und die daraus entstehenden Lichtemissionen sowie dem steigenden Nutzungsdrucks werden typische Waldarten wie lichtempfindliche Fledermausarten und Eulen verdrängt. Da sich in dem Bestand auch Eichen befinden, ist mit einer Belastung durch die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners zu rechnen. Die Streuobstwiese verliert ebenfalls ihre Funktion als Lebensraum für Arten wie den Gartenrotschwanz, Stare und Braune Langohren (Fledermäuse).

Gremmendorf – Westlich Frankenweg

Zur Fläche Angelmodde – Nördl. Homannstraße:

Diese liegt zwar „nur“ im 3. Grünring, besitzt jedoch wegen des hohen Grünlandanteils und der strukturgebenden Baum-/Gehölzreihe einen hohen ökologischen Wert. Sie ist Teil des münsterländischen Biotobverbunds mit besonderer Bedeutung (Kennung VB-MS-4011-018), daher von Bebauung freizuhalten.

Fläche Angelmodde – Nördl. Homannstraße

Zu 863-07 (Wolbeck – Südlich Hiltruper Straße / Westlich am Sandbach, V/0375/2020):

Diese Fläche liegt im Grünzug Lütkenbeck-Loddenbach. Zusammen mit dem B-Plan 588 (Raiffeisenmarkt) entsteht mit der Bebauung der Fläche ein Keil in dem Grünzug, der bis an die Umgehungsstraße heran reicht und damit eine Barrierewirkung besitzt.

Wolbeck – Südlich Hiltruper Straße / Westlich am Sandbach
Karte Grünordnung Stadt Münster, in Blau neues Baugebiet

https://www.stadt-muenster.de/umwelt/umwelt-und-freiraumplanung/gruenordnung-muenster.html

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen / GAL lehnte am 10.06.2020 in der Sitzung der Bezirksvertretung Südost die Vorlagen zu den Bebauungsplänen V/0374/2020 Gremmendorf – Westlich Frankenweg und V/0375/2020 Wolbeck – Südlich Hiltruper Straße / Westlich am Sandbach ab und enthielt sich beim Beschluss zum Baulandprogramm 2020-2024.

Anlagen:

Bildergalerie

https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/vo0050.php?__kvonr=2004046368&voselect=11878
Link: Bebauungsplan Nr. 606: Südlich Angelsachsenweg / Westlich Frankenweg
Beschluss zur Aufstellung
https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/vo0050.php?__kvonr=2004046369&voselect=11878
Link: Bebauungsplan Nr. 608: Hiltruper Straße / Westlich Am Sandbach
Beschluss zur Aufstellung

Kein Platz für Kiebitze in der Loddenheide

Bis in die Neunziger Jahre hinein betrieben die britischen Streitkräfte drei Kasernen auf dem Gelände des heutigen Gewerbegebietes Loddenheide. Nach dem Abzug der Briten wurde das Gebiet gründlich nach Blindgängern durchkämmt und anschließend per Bebauungsplan zum Gewerbegebiet erklärt. Das war 1998.

Kiebitz mit Nachwuchs
Kiebitz mit Nachwuchs in der Loddenheide. Foto: T. Israel

Das Gebiet ist mit 88 Hektar allerdings so groß, dass es bis heute gedauert hat, bis so gut wie alle Flächen mit Gewerbenutzung u.a. belegt sind. Während dieses langen Zeitraums haben sich Flüchtlinge der speziellen Art die Brachflächen zunutze gemacht: Kiebitze finden in ihren angestammten Biotopen immer weniger Lebensraum: die intensive landwirtschaftliche Nutzung zerstört die feuchten Wiesen. Irgendwann haben sie entdeckt, dass die Loddenheide akzeptable Alternativen bietet: keine Landwirtschaft, wenige Raubtiere und Eierdiebe, kaum Störung der Brut.

Im Lauf der Jahre wuchs die Population auf ca. 40 Brutpaare (2013) an, obwohl die normale Distanz zwischen den Brutgelegen eigentlich deutlich weniger Nester erlauben würde. Demnach muss die Not in anderen Gebieten groß gewesen sein!

Gleichzeitig wurden immer mehr Flächen der geplanten Bestimmung zugeführt und bebaut. Seit 2014 geht die Zahl der Brutpaare entsprechend drastisch zurück. In diesem jahr (2016) wurden nur noch wenige Nester gefunden (unter 10). Es ist damit zu rechnen, dass auch die letzten Brutpaare bald aufgeben werden.

Wir können nur hoffen, dass es den Kiebitzen gelingt, in der näheren Umgebung passende Brutbiotope zu finden, so dass der Bestand einigermaßen erhalten bleibt. Die Stadt Münster ist in Gestalt des Grünflächenamtes als Untere Naturschutzbehörde aufgefordert, alles in ihrer Macht stehende zu tun, dieses Ziel zu erreichen. Nur zur Erinnerung: landesweit ist der Bestand an Kiebitzen in den letzten 10-15 Jahren um etwa 80 Prozent eingebrochen, und die Art ist gesetzlich streng geschützt!

VCD: Klimaschutz im Verkehr? Fehlanzeige in Münster!

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat eine informative Kampagne gestartet zum Thema Verkehrspolitik und Klimaschutz in der einstigen „Klimahauptstadt“ Münster:

Mehr als 20 Prozent trägt der Bereich Verkehr zu den CO2-Emissionen bei. Allein das ist schon ein Grund, entschieden den Klima schonenden „Umweltverbund“ Zu-Fuß-Gehen, Fahrrad, Bus und Bahn zu fördern.

Darüber hinaus beeinträchtigt der PKW-Verkehr besonders in den Städten die Lebensqualität durch Lärm, Abgase und Feinstaub-Emissionen. Wäre es sichtbarer Müll, würden viele Münsteraner an den verkehrsreichen Straßen bis zur Taille oder sogar bis zum Hals darin stecken.

Hinzu kommen die hohe Unfallträchtigkeit des motorisierten Individualverkehrs (MIV), sein Verbrauch an Flächen und Ressourcen, schließlich die Kosten, die von der Allgemeinheit getragen werden (müssen?), um das System am Laufen zu halten.

All das macht eine Wende in der Verkehrspolitik notwendig. Doch in Münster, das sich „Klimahauptstadt“ nennt, geschieht seit zehn Jahren nichts. Stattdessen fördert die aktuelle CDU/FDP-Ratsmehrheit die Auto-orientierten Verkehrskonzepte der 70er Jahre – zu Lasten des Klimas und der Bürger.

Was hier in Stichworten genannt ist, erfahren Sie im Detail (…)

…auf der Seite www.klimaschutz-fehlanzeige.de.

Zum Beispiel auch zu diesen Themen:

Überschrift Auch Ampelanlagen kommen in die Jahre und müssen erneuert werden. In Münster hat man „Nägel mit Köpfen“ machen wollen und eine „Grüne Welle“ auf den Hauptachsen angepeilt. Das Mittel dazu ist die „adaptive Netzsteuerung“ zuerst realisiert auf dem Albersloher Weg.

Nach den Messungen der Fachleute (Lehrstuhl für Verkehrswesen der Ruhr Universität Bochum) führte diese Modernisierung dazu, dass sich der „Performance Index“ um 29 Prozent * verbesserte.

Wäre damit das Ende der Geschichte erreicht, könnten auch Klimaschützer zufrieden sein. Doch leider wächst das Verkehrsaufkommen weiter – vor allem dann, wenn nicht entgegengesteuert wird. Was den Bürgern dann bevorsteht, zeigen zum Beispiel die Prognosen für die Autobahn 1 (+ 60 Prozent) und die Bundesstraße 51 zwischen Telgte und Münster (+ 100 Prozent). Dann sind die Fortschritte bald aufgezehrt, viele Steuermillionen ausgegeben und die Situation auf den Hauptverkehrstraßen noch belastender als heute.

Dass es nicht zwingend dazu kommen muss, beweist das Beispiel Radverkehr in Münster. Ein Radverkehrsanteil von gut einem Drittel an allen Wegen in der Stadt würde in anderen Städten für unmöglich gehalten. Eine „Verkehrswende“ – weniger Auto und mehr Umweltverbund – ist auch in Münster, der Stadt mit der höchsten Kfz-Dichte in NRW (siehe 683 auf 1.000) möglich.

Frage: Wie viele Psychologen braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln? Einen. Aber die Glühbirne muss den Wechsel wirklich wollen….

Inzwischen wurde zumindest auf dem Albersloher Weg eine Geschwindkeitsreduzierung auf Tempo 50 durchgesetzt – was im ungünstigsten Fall die Fahrzeit um 29 Sekunden verlängert. Die nachträglichen Kosten für die lange blockierte Maßnahme: 160.000 Euro.


* Im Detail betrachtet, ergibt sich allerdings ein deutlich anderes Bild (Quelle: Evaluierung der Grünen Wellen im Zuge der Modellachse Albersloher Weg in Münster mittels Reisezeitenmessung, Schlussbericht Januar 2009, Lehrstuhl für Verkehrswesen, Prof. Dr.-Ing. W. Brilon, Seiten 35 /36):
Berechnet man die „Reisezeit“ und die „Anzahl der Halte“ auf der Gesamtstrecke zwischen Hansaring und Osttor in Gremmendorf (Route 1), ergibt sich im Vergleich mit dem Ursprungszustand nur eine Verbesserung von 19,25 Prozent. In diesem Wert ist bereits der Effekt des vierspurigen Ausbaus des Albersloher Wegs enthalten.
Richtig fragwürdig wird das „Grüne Welle-Versprechen“ auf der sogenannten Route 2a (Hansaring bis zur Umgehungsstraße). Im Vergleich mit dem Ursprungszustand ergibt sich sogar eine Zunahme von „Reisezeit“ und „Zahl der Halte“ von 15,9 Prozent.

Überschrift Münster bleibt in NRW das Schlusslicht bei der Verkehrssicherheit. Hier ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet zu werden. Das liegt auch daran, dass in unserer Stadt viele „ungeschützte“ Verkehrsteilnehmer – zu Fuß und per Rad – unterwegs sind. Obwohl Fußgänger und Radfahrer nur an zehn Prozent aller Unfälle beteiligt sind, machen sie 60 Prozent der Verletzten und Getöteten aus (Quelle: WN vom 5.9.2008).

Eine Haftpflichtversicherung gibt es nicht für Fußgänger, Radfahrer oder Busfahrgäste, sondern für Kraftfahrzeuge – ein Beleg dafür, welches Verkehrsmittel die höchste Unfallhäufigkeit aufweist und bei Unfällen die größten Schäden verursacht.

Zur Kommunalwahl 1999 ging die CDU mit der Forderung nach Tempo 70 auf Wählerfang und sieht es – trotz dringender Appelle der Polizei wie auch des Sicherheitsgutachtens der Versicherungswirtschaft – bis heute nicht als erwiesen an, dass sie bei Tempo 70 in der Stadt auf Geisterfahrt ist.

Ein bisschen Physik für alle, die an Fakten interessiert sind: Bremst ein Auto aus Tempo 50, kommt es nach 28 Metern zum Stehen. Bei Tempo 70 ist es nach dieser Strecke noch 57 km/h schnell. Wer an den Ringen und den Einfallstraßen wohnt, kann es bestätigen: Höheres Tempo geht mit mehr Lärm einher. Und beim Beschleunigen auf ein höheres Tempo werden mehr Abgase erzeugt und mehr CO2 freigesetzt.

Am 19. September: Castor-Transport durch die Münsteraner Innenstadt!

campact_logo_trans

Eine Ankündigung von campact.de:

Mit einem riesigen Castor-Transport werden wir am 19. September durch die Münsteraner Innenstadt ziehen. Mit möglichst viele Menschen in Strahlenschutzanzügen und mit Geigerzählern gehen wir auf Endlagersuche. Suchen Sie mit!

Wohin mit der strahlenden Fracht? Im Anschluss an die Aktion diskutieren wir mit zur Wahl stehenden Kandidaten/innen und Vertreter/innen der Bundestagsparteien.

Unterstützen Sie die Aktion

Mit Ihrer Hilfe können wir die Tour einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen: Hängen Sie Plakate in Läden und an öffentlichen Orten auf und legen Sie Handzettel aus. Mehr

Je mehr Menschen sich engagieren, um so bunter und vielfältiger wird die Aktion. Sie sind herzlich eingeladen, sich einzubringen: Schreiben Sie uns oder rufen Sie gleich an: Alexander Pajak, pajak@campact.de, 04231 – 957 454.