Kommunalwahl 2020: Ihr Grünes Team für Südost

Die ersten fünf auf unserer Liste für die Bezirksvertretung Südost – von links: Anja Tepe, Daphne Wurzbacher, Ralph Buzug, Christine Schulz, Dirk Wimmer

Unsere komplette Liste für die Bezirksvertretung Südost:

  1. Anja Tepe
  2. Dirk Wimmer
  3. Christine Schulz
  4. Ralph Buzug
  5. Daphne Wurzbacher
  6. Mirko Kopittke
  7. Bernd Korthals
  8. Thomas Burhans
  9. Eduard Traxmandl-Runge
  10. Andreas Gottschalk-Lutter
  11. Matthias Rüter
  12. Martin Berg
  13. Christoph Macholz
  14. Thomas Brüninghaus

Wir treten für ein ökologisch nachhaltiges und sozial inklusives Münster ein. Wir sind mit jung und alt vertreten – für alle Stadtteile des Südostens. Uns liegt das bunte und vielfältige Münster am Herzen!

Wir haben uns einiges vorgenommen!

Kommunalwahl 2020: Unsere Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich vor (1)

Anja Tepe

Listenplatz Nr. 1 für die Bezirksvertretung
Ratskandidatin für Angelmodde

Familie: Verheiratet, eine 3-jährige Tochter.
Beruf: Dipl. Landschafts-Ökologin, Angestellte in einem Büro für faunistische Gutachten
Themenschwerpunkte: Ökologie und Planung

Mein Motto:

Wir leben in einer Zeit des Wandels, deshalb können wir nicht einfach weiter machen wie bisher.

Der dritte Sommer extremer Trockenheit stellt unsere Ökosysteme auf die Probe und Corona stellt unseren Alltag auf den Kopf. Was jahrzehntelang scheinbar unumstößlich die normale Welt war, beginnt zu bröckeln. Ewig am Alten festzuhalten, wird uns nicht aus den Krisen heraus führen. Es ist an der Zeit, dass wir unser Handeln und unsere Entscheidungen überdenken, unsere Prioritäten der Entwicklung anpassen und beginnen, Dinge anders anzugehen als bisher.

Mein Schwerpunktthema ist der Naturschutz. Hier setze ich mich für eine durchdachte Stadtplanung ein, die wertvolle Lebensräume und Frischluftschneisen erhält. Das heißt auch, dass nicht jede verfügbare Fläche zur Bebauung geeignet ist! Ein effektiver Baumschutz ist Teil einer klugen Stadtplanung, denn Bestandsbäume besitzen für das Mikroklima und die Luftreinhaltung einen unersetzlichen Wert. Dieses Thema wird vor allem bei der Entwicklung des Westfalengas-Areals von Bedeutung sein, aber auch wenn es um die Gestaltung des Albersloher Weges geht. Die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, gestalten die Zukunft unserer Kinder. Angelmodde ist schön und Sie entscheiden, ob es schön bleiben wird!

Gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten, gute Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr, gute Radwegeverbindungen, die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs und die Förderung und Unterstützung sozialer Einrichtungen sind mir weitere wichtige Anliegen. Mir sind die Menschen in Angelmodde wichtig – unabhängig vom Beruf, der Herkunft oder des sozialen Status. Politik soll nichts für „die da Oben“ sein, sondern aktiv mitgestaltet werden können. Die besten Ideen stammen von den Leuten vor Ort, deshalb nehme ich gerne Anliegen mit in die Sitzungen der Bezirksvertretung. Gestalten Sie mit, sprechen Sie mich an!

Kontakt: tepe@gruene-muenster.de

Unruhe an der Homannstraße – eine Presseerklärung

Erst neulich gab es Aufregung an der Homannstraße wegen entlaufener Kühe, die im weiten Umkreis wieder eingesammelt werden mussten. Das war recht schnell erledigt; was die Anwohnerinnen und Anwohner mehr beunruhigt, ist die Aussicht, dass die Wiesen, Weiden und Gehölze an der Homannstraße in nicht allzu ferner Zukunft verschwinden könnten, denn sie sind im aktuellen Baulandprogramm der Stadt Münster aufgeführt in der „Stufe 2“, was bedeutet, dass die Stadt sich bemüht, die Flächen zu erwerben, um sie in Bauland zu überführen.

Niemand bestreitet, dass die aktuelle Wohnungsnot in Münster durch die Erschließung neuer Baugebiete gemildert werden muss. Gerade im Südosten gibt es daher zahlreiche Beispiele dafür: die ehemalige York-Kaserne in Gremmendorf, das Westfalen-Gelände und die Hiltruper Straße in Angelmodde, einige Neubaugebiete in Wolbeck, und, nicht zu vergessen, das große Gebiet nördlich Osttor in Hiltrup-Ost. All diese Gebiete bedeuten den Zuzug von grob geschätzt mehr als 10.000 Menschen.

Wollen das Baugebiet verhindern (v.l.): Reiner Borchert und Anja Tepe (Grüne Südost), Karsten Timmermann, Penny und Tochter Destiny, Gisela Maniera (Homannstraße)

Der Protest an der Homannstraße wird auch von der Grünen Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Südost unterstützt, da auch die Grünen sehen, dass dieser Bevölkerungszuwachs in keinem Verhältnis zur vorhandenen Infrastruktur steht, welche schon jetzt stark belastet ist. „Es fehlt an Kitas und Schulen, auch die Verkehrswege werden der Zunahme nicht gewachsen sein!“, so Gisela Maniera, die Organisatorin des beliebten Hasilaus-Garagenflohmarkts.

Was die Grünen aber besonders auf die „Palme“ bringt, ist auch hier wieder an der freien Landschaft und an den Grüngürteln geknabbert werden soll, wie es aktuell schon bei anderen kleinen Baugebieten (Frankenweg und Sandbach) geschieht. Anja Tepe, Landschaftsökologin und BV-Mitglied, meint dazu: „Wieder wird Landschaft ohne Not für eine kleine Zahl an Wohnungen geopfert. Das Grünland und die Wallhecke haben eine große Bedeutung für den Biotopverbund am Rande der Werseaue. Sie werden unwiederbringlich verschwinden!“.

Sonnenaufgang an der Homannstraße – im künftigen Baugebiet?

Karsten Timmermann sieht noch einen weiteren wichtigen Aspekt: „Der Grüngürtel, zu dem die Fläche gehört, erfüllt eine wichtige Funktion für das Stadtklima, indem er die Aufheizung der Stadt in Hitzeperioden mindert.“ Außerdem sei die Fläche im Landschaftsplan Werse als erhaltenswerter Landschaftsbestandteil aufgeführt. „Welchen Wert haben Landschaftspläne, wenn sie so einfach außer Kraft gesetzt werden können?“, fragt er sich.

Der Fraktionssprecher der Grünen, der Biologe Reiner Borchert, ermuntert die versammelten Anwohnerinnen und Anwohner zu lautstarkem Protest, gerade jetzt vor der Kommunalwahl. Nur mit starker Unterstützung der Bevölkerung könne das Baugebiet noch verhindert werden.

Auch zweibeinige Tiere wissen die Pferdeweide zu schätzen.

Alle Fotos: Dr. Harald Maniera